Kultur der Genügsamkeit

Unsere Gesellschaft folgt der Leitidee von Wachstum und Konsum. Unsere Sprache, unsere mentalen Prägungen und unser Alltagshandeln sind davon ebenso durchdrungen wie das Denken und Handeln von Politik und Wirtschaft, die alle Energien in permanentes Wirtschaftswachstum investieren.

Von der Konsumkultur zur Kultur der Genügsamkeit

Maßlosigkeit ist keine dauerhaft tragfähiges Leitbild. Wenn unsere Lebensweise wieder Maß und Mitte finden soll, wird es einen tief greifenden Wandel hin zu einer Kultur der Suffizienz (Genügsamkeit) geben müssen. Wohlstand, Selbstwert und Glück werden nicht durch maßlosen Konsum und materiellen Besitz, sondern durch immaterielle Freuden, bewussten Konsum nachhaltiger Produkte und durch soziale Beziehungen hergestellt werden. Eine Kultur der Genügsamkeit fokussiert auf das, was wirklich wichtig ist.

Die Idee einer Postwachstumsökonomie

Endloses Wachstum ist wegen der Begrenztheit des Planeten und der Ressourcen weder möglich noch nötig – westliche Konsumgesellschaften haben längst den Punkt überschritten, wo materielle Wohlstandssteigerung ein Mehr an Lebensglück bedeutet. Es wird eine Postwachstumsökonomie entstehen, in der soziale Sicherungssysteme, die Wirtschafts- und Finanzpolitik und Arbeit unabhängig von ökonomischem Wachstum organisiert sind. Es wird neue Instrumente geben, das Wohlergehen von Gesellschaften zu erheben, die das Auslaufmodell BIP (Bruttoinlandsprodukt) ersetzen und soziale sowie ökologische Faktoren einbeziehen.

Diesen Wandel will Impuls mitgestalten.

Kultur der Genügsamkeit
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“Transformation: Annäherung an Theorie und Praxis”
>> Essay von J. Krause

Bürgerbeteiligung: >> Online-Fassung des Praxisleitfadens

Impuls auf der Degrowth in Leipzig:
>> Mikropraktiken der Suffizienz. am Fr., 5.9.14 um 14:30 h

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