Wie werden wir zukunftsfähig?

Impuls organisiert eine Reihe von Abendveranstaltungen in denen wir uns der Frage widmen, wie wir als Gesellschaft zukunftsfähig werden können.

Vergangene Abend-Impulse

15.4.2014, 19 h Glücksfilmabend: “What happiness is”

Wir alle streben nach Glück. Doch was ist Glück? Wie gelangt das Glück zu uns? Wie machen sich andere auf den Weg, ihr Glück zu finden?

In Buthan ist das Bruttosozialglück das wichtigste Ziel der Wirtschaftspolitik. Harald Friedel hat einen Film dazu gemacht:
(“What happiness is”), den wir gemeinsam anschauen wollen.

Im Anschluss freuen wir uns auf eine rege Debatte – und einen glücklichen Abend mit euch!

20.2.2014, Utopisches Wirtschaften mit Uwe Lübbermann

Wie kann man in einer Firma mit 1650 Akteuren im Konsens entscheiden? Wie werden ohne Werbung genug Leute erreicht? Und wie drosselt man Wachstum auf ein handelbares Maß? Uwe Lübbermann berichtete über seine 12-jährige Erfahrung bei Premium Cola.

31.1.2014 – Build resilience to respond effectively to challenges – Embodiment tools to work authentically and with flow. An Introduction to Embodiment.

With Carol Clark (+++ please note that Anouk Brack will not be able to come, other than previously announced +++)

On a good day, with a great colleague and an interesting project, anyone can be inspiring, a good listener and a clear communicator. But what happens to our effectiveness and friendliness under pressure? But have you ever thought: “I wish I responded more skillfully in that situation.”? How do you become capable of communicating and leading from an inner centered place?

That is what leading yourself and others through embodiment is all about.

Key embodied skills include self-awareness (the basis of all leadership), the ability to “centre” under pressure and reading and empathizing with others. These competencies help us to be less reactive which gives us more choice to follow our purpose in a more congruent and powerful way.

An evening introduction will explore simple yet powerful basic embodiment tools that show us how posture, movement, breath and focus shape our personal leadership.

Carol Clark (Dipl. Sozpäd., Trainerin, Integrative Gestalttherapeutin) works in Coaching Training and Organizational Development. Her main focus lies in facilitating in team development processes, dialogue processes, workshops and conferences, coaching for individuals and teams, trainings for communication skills and managing behavior (recently specializing in embodiment facilitation), organizational and personnel development, research
in particular evaluations. Until 2009 Carol was self-employed in field of web- und interface design. Since 2010 she is consulting in organizational and personnel development (human aspects) also in cooperation with partners such as SOCIUS Organisationsberatung (Berlin, Germany), artop (Berlin, Germany) and Integration Training (Brighton, UK).

24. 6. 2013 – Die Zukunft der Mobilität

Mit Dr. Bernhard Knierim, Berlin

Unser Leben spielt sich an immer weiter voneinander entfernten Orten ab. Wir sind so mobil wie noch keine Generation vor uns. Doch halt – stimmt das wirklich? Sind wir tatsächlich mobiler geworden oder produzieren wir nur immer mehr Verkehr? Was heißt eigentlich Mobilität? Und halten die neuen Konzepte für unseren Verkehr – von Elektroautos bis zu Agrokraftstoffen – wirklich, was sie versprechen?

Verkehr ist immerhin für gut ein Fünftel unseres Ausstoßes von schädlichen Klimagasen und für den Großteil des Verbrauchs an Öl verantwortlich; fünf Prozent des Landes sind mit Verkehrsflächen bebaut – Tendenz weiter ansteigend. Verkehr ist aber auch ein soziales Problem: Unser jetziges autozentriertes Verkehrssystem schließt Menschen von selbstbestimmter Mobilität aus – beispielsweise Menschen mit Behinderung und Minderjährige. Und in den von Lärm und Abgasen belasteten Gebieten wohnen meist die weniger wohlhabenden Menschen, während die wohlhabenderen umso mehr davon erzeugen. Global gesehen ist die Ungerechtigkeit zwischen Verursachenden und Leidtragenden sogar noch viel größer.

Dr. Bernhard Knierim ist Biophysiker und hat selbst an der Entwicklung von alternativen Kraftstoffen gearbeitet. Er hat das Bündnis ‚Bahn für Alle‘ gegen die Bahnprivatisierung und das Neue Netzwerk ‚Solidarische Mobilität‘ mit aufgebaut, das sich für eine ökologische und sozialverträgliche Mobilität mit weniger Verkehr einsetzt. Momentan arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Bundestag. Kürzlich ist sein Buch „Essen im Tank“ erschienen, das die Probleme von Elektroautos und Agrokraftstoffen, die Lobbynetzwerke hinter diesen Technologien sowie alternative Mobilitätskonzepte darstellt.

16.5.2013 – Transformational Storytelling – Tools for a Collaborative Leadership Culture

With Romeck van Zeyl, Berlin

(Auf Englisch oder Deutsch, oder ein bischen von Beidem, je nach dem, wer anwesend ist)

This will be mostly an interactive evening – we will practice rather than theorize. The work is based on the assumption that the effectiveness and creativity of any organization or network is deeply influenced by the level of connection and trust that people experience with each other – their ability to have real and meaningful conversations. One way of achieving this is through Storytelling.

Each story requires a witness to be told. The witnesses – I use this word on purpose, rather than listener or observer – “host” or provide a safe setting for the story through the quality of their witnessing. We will explore how the quality of our witnessing can bring out the magic of authentic connection – with each other but also with our own inner source or strength – through storytelling.

About Romeck van Zeyl:
“My passion for transformational leadership development was born in 2003, when I was asked by CARE to design a five day Knowledge Management workshop “Designing Sustainable Communities of Practice” for changemakers across Asia. I knew nothing of the subject at the time but decided intuitively to focus wholly on storytelling – “stories are data with a soul”. The subject was totally new to me at the time and I was astounded at the level of connection between people of many different cultures that came about in a matter of days – it turned into a kind of creativity and collaboration feast. Much of my later work is inspired by that experience, including the one year Transformational Leadership Development training I designed for NGO leaders in Cambodia.”

5. Februar 2013 um 19h: Aktivismus – Kampagnen – Soziale Plastik

Mit Dr. Hildegard Kurt, Oxford Brookes University und und. Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. (und.Institut), Berlin

Aktivismus und Kampagnen sind wichtige Instrumente, mit denen Menschen versuchen positive gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Angesichts heutiger Herausforderungen und der Notwendigkeit einer „großen Transformation“ scheinen diese aber an ihre Grenzen zu stoßen.
Reduzieren Kampagnen notgedrungen Komplexität? Basieren sie auf einer klaren Unterscheidbarkeit von Ursache und Wirkung, von Freund und Feind? Überraschend wäre das kaum, kommt doch das Wort vom lateinischen campus, dem offenen Feld, auf dem Feldzüge stattfanden…
Charakteristisch für unsere Gegenwart ist, wie wenig sich Ursache und Wirkung noch voneinander unterscheiden lassen, und wie sehr vielfältige Akteure auf sehr unterschiedliche Weise mit ihnen verbunden sind. Wo liegt vor diesem Hintergrund die Relevanz der Sozialen Plastik (Beuys)? Sind wir tatsächlich alle Künstlerinnen und Künstler – oder fordert uns der Zustand der Welt dazu auf, es zu werden?
In einem Impulsvortrag wird Hildegard Kurt darlegen, inwiefern das von Joseph Beuys erweiterte Verständnis von Kunst wesentlich mehr als ein kunsthistorisches Konzept ist. Stattdessen dürfte es eine kaum erst erschlossene Ressource für veränderndes Handeln in der Welt beinhalten.
Anschließend werden wir in einem gemeinsamen Soziale Plastik-Prozess jenes „innere Atelier“ erkunden, worin die Werkstoffe und Werkzeuge für das Verwirklichen der eigenen Agenda zu finden sind.

Dr. Hildegard Kurt, promovierte Kulturwissenschaftlerin, Autorin und praktisch auf dem Feld der Sozialen Plastik tätig, ist „Senior Lecturer“ für Soziale Plastik an der Oxford Brookes University, GB, und Mitbegründerin des “und. Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V.” (und.Institut) in Berlin. Ihre jüngsten Bücher sind Wachsen! Über das Geistige in der Nachhaltigkeit (2010) und Leicht auftreten. Unterwegs zu einer anderen Welt (2011).
Mehr Information auf www.hildegard-kurt.de, www.und-institut.de und www.social-sculpture.org

Hintergrund

Immer mehr Menschen verstehen, dass wir nicht weitermachen können wie bisher. Wissenschaftliche Arbeiten (z.B. die Studien des Wuppertal Institutes, des EED und anderen zum „Zukunftsfähigen Deutschland“ oder des WBGU für einen „Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“) zeigen uns, dass sehr grundlegende Veränderungen notwendig sind, um die Krisen unserer Zeit zu meistern. Andererseits ist dass das Handeln auf allen Ebenen – global, regional, national, lokal, persönlich – sehr oft inadäquat, was oft zu Verzweiflung und Zynismus gerade derjenigen führt, die sich am klarsten und mutigsten für eine Veränderung einsetzen.

Zugleich stellen wir fest: Während für immer mehr Menschen klar ist, dass ein grundlegender Kurswechsel nötig ist, sind die Visionen von einer nachhaltigen, demokratischen und global gerechten Gesellschaft nach wie vor diffus – und noch unklarer sind die Wege, wie die Große Transformation erreicht werden kann. Sind in erster Linie politische Entscheidungen zu beeinflussen, um die Regeln der politischen Ökonomie neu zu definieren? Müssen sich vor allem Konsummuster und persönliche Lebensstile ändern? Ist ein Werte und Kulturwandel vonnöten? Hat die Große Transformation eine spirituelle Tiefendimension? Oder kommt all das zusammen? Was sind effektive Strategien, um den notwendigen tiefgreifenden Wandel zu erreichen? Und schließlich: Was hat all das mit mir selbst zu tun? Warum ist es so schwer, von der Einsicht in die Notwendigkeit von Veränderungen zum entsprechenden Handeln zu kommen? Was ist mein Anteil an dem Problem – und worin kann meine Rolle und mein Weg für einen Beitrag zum notwendigen Wandel liegen?

In der Reihe „Abendimpulse – wie werden wir zukunftsfähig?“ wollen wir Facetten, Aspekte und Dimensionen eines zukunftsfähigen Lebens in lokaler und globaler Perspektive erörtern. Dabei werden wir einerseits verschiedene Facetten der „Großen Transformation“ beleuchten, und andererseits konkrete Ansätze für Veränderungen vorstellen.

Die Reihe „Abendimpulse – wie werden wir zukunftsfähig?“ führen wir gemeinsam mit unserem Partner „Fairbindung e.V.“ durch – www.fairbindung.org.

Sie ist Teil des Projektes „Impuls-Labor für zukunftsfähiges Leben“ und wird vom Evangelischen Entwicklungsdienst (www.eed.de) gefördert.

Unintentional Music

21. Januar 2013, 19h – Mit Magdalena Schatzmann (CH)
Impuls – Agentur für angewandte Utopien, Kiefholzstr. 20, 12435 Berlin (S-Bahn Treptower Park, oder Bus 194 Bouchéstraße)

An diesem Abend werden wir allein und gemeinsam musizieren und improvisieren. Dabei werden wir unsere Aufmerksamkeit besonders auf das Unbeabsichtigte richten.
Die unbeabsichtigten Prozesse wie Töne, Klänge, die uns überraschen, Dissonanzen, die uns nicht gefallen, rhythmisches Stolpern etc. zeigen uns neue, erfrischende Facetten unserer Persönlichkeit. Wir werden diese„Störungen“ entfalten, verstärken und auf diesem Weg die dahinter liegenden Energien kennenlernen. Das Paradigma von Unintentional Music gründet auf der Erkenntnis, dass sich hinter jeder Störung, hinter jedem Symptom, hinter jedem überraschenden Signal ein Weg, ein Prozess verbirgt, der sich zu zeigen beginnt, sobald man sich den Signalen, den Störungen und Überraschungen liebevoll und neugierig annähert und diese entfaltet. Auf diesem Weg gibt man dem Prozess die Möglichkeit, seine Weisheit zu offenbaren und uns den Weg zu vermehrter Kreativität und Authentizität zu weisen.
Diese prozessorientierte Arbeit mit Musik kann uns auch unterstützen, unsere Wahrnehmungsfähigkeiten im Bereich der Kommunikation zu erweitern, sind wir doch oft in Gefahr, uns vor allem mit der intellektuell verbalen Ebene zu identifizieren. Unintentional Music kann hier ausgleichend wirken und uns helfen, Sprache als Musik zu hören, Veränderungen in der Sprechstimme und in der Atmung genauer festzustellen wie auch Stimmungen im Raum zu spüren. Bewusstes Lauschen wie auch die Wahrnehmung in andern, nicht verbalen Kanälen wie zum Beispiel Körperwahrnehmung und Bewegung, welche in Unintentional Music auch berücksichtigt werden, sind wichtig für die Erfahrung ganzheitlicher Kommunikation.
Wahrnehmungstraining in diesen spezifischen Kanälen unterstützt unsere Arbeit als ProzessbegleiterInnen und bereichert die Beziehung zu unserer Mit- und Umwelt. Die Kommunikation wird klarer, die Arbeit mit Menschen kann dadurch exakter, direkter und wahrhaftiger werden.

Magdalena Schatzmann studierte an der Musikhochschule in Winterthur CH, Lehr- und Konzertdiplom. Danach bildete sie sich vielfältig weiter u.a. in Improvisation, Neuer Musik, Prozessarbeit. Ein mehrjähriges Studium bei Lane Arye, Ph.D. in Unintentional Music ermöglichte ihr, in der Arbeit mit sich selbst und mit andern, neue und unkonventionelle Wege zu beschreiten. Seit 10 Jahren gehört Unintentional Music zu ihrem Alltag in Form von Einzelcoachings, Supervision und Seminarien. Ferner ist diese Arbeitsweise immer Teil in der Entwicklung eigener Projekte.
Musikalisch ist sie eine Grenzgängerin und verbindet sehr verschiedene Welten miteinander, so etwa Klänge von Kuhglocken mit der zeitgenössischen Musik. Neben ihrer Tätigkeit als Musikerin und Musikpädagogin lebt und arbeitet sie auf einem Bauernhof in den Schweizer Bergen und produziert dort Käse nach traditioneller Machart. Auf der Alp, wo sie im Sommer lebt, entwickelt sie immer wieder neue musikalische Projekte wie zum Beispiel „Messages“, ein CD Projekt mit Kuhglocken, Tamtam, Klangschalen und zwei alten Winterglöckchen für Pferdeschlitten, welches die Tiefe dieser Instrumente mittels Improvisationen auslotet, „AlpKlang“, ein Projekt mit einem Alphornisten, welches auf experimentelle Weise musikalisch ins Alpleben eintaucht, „Elementar“, ein Soloprojekt, in welchem sie Musik für Kuhglocken, Tamtam und Klangschalen mit Werken von Messiaen, Cage, Bartok und Debussy verbindet.
Weitere Infos unter www.kraftortmusik.ch, www.kulturland.ch .

12. Dezember 2012 um 19h – Aktivismus, Kampagnen, Soziale Plastik

mit Hildegard Kurt

14. November 2012 um 19h – Wir wollen nicht Dein Geld, wir wollen Dein Bestes! Erfahrungen des Oasis Spiel im Görlitzer Park.

Mit Eva Ressel und Claire Lerner

Unter diesem Motto fand im August ein OASIS Spiel im Görlitzer Park statt. Das Oasis Game ist ein Gruppenspiel aus Brasilien, das seit über 10 Jahren Anwendung auf der ganzen Welt findet. Ziel des Spiels ist es, den Traum des Ortes und seiner Menschen zu entdecken und mit Hilfe lokaler Ressourcen und Talente umsetzen. Bei diesem Abendimpuls werden einige Mitspieler von Ihren Erfahrungen berichten und werden wir gemeinsam herausfinden, was wir daraus lernen können.

7. November 2012 19h – From Scarcity to Abundance Organisations Operating Beyond the Efficiency Paradigm

With Prof. Jim Ritchie-Dunham (Egade Business School, Harvard University and Institute for Strategic Clarity, Amherst, MA)

At the Institute for Strategic Clarity, Prof Jim Ritchie-Dunham examines principles of sustainable innovation. At the centre of his work are human agreements and the perceived quality of human relationships – or “harmonic vibrancy”. In what circumstances are we able to overcome the paradigm of scarcity and operate from ideas of abundance?

In thousands of interviews, Jim has found that across the globe, groups, in business, government, and communities are achieving higher levels of harmonic co-existence, experimenting with agreements that guide their interactions in radically new ways. They are also demonstrating that these new agreements are much more sustainable, efficient, effective, and innovative than what had otherwise been possible.

We invite you to learn how to see, understand and start working with agreements, and to experiment with the possibilities that lie in a mindset of abundance. Jim will introduce a few simple “lenses” that he has found to be powerful for taking an active part in the ongoing societal transformation.

You can find more information about Jim's work on www.instituteforstrategicclarity.org.

9. Oktober 2012 um 19h – Energiewende und Demokratie

Mit Dominique Pannke und Johannes Krause (Impuls)

Thema des Abends ist das Projekt Energiewende und Demokratie. Nach einer kurzen Projektvorstellung steht im Zentrum des Abends ein Rollenspiel, bei dem eine Bürgerversammlung zu einem kontroversen Windparkprojekt simuliert wird. Die Teilnehmenden werden in die Rolle des Investors, der Bürgermeisterin, der FlächenbesitzerInnen, der VertreterInnen einer Bürgerinitiative und der Stadtverordneten schlüpfen und miteinander über das Thema Windenergie und die Ausweisung einer entsprechenden Fläche diskutieren. Am Beispiel der Simulation wollen wir die Konfliktdynamiken und mögliche Vorgehensweisen in der Prozessgestaltung reflektieren. Der Abend-Impuls bietet zugleich die Gelegenheit, Impuls näher kennenzulernen, Leute zu treffen und – nach Ende des Programms um 21 Uhr –bei einem Glas Saft oder Milch ein wenig bei Impuls zu verweilen.

Kontakt für Rückmeldungen oder nähere Informationen: johannes@impuls.net

Youth and Elders – wie können wir gemeinsam in unser menschliches Potenzial treten?

Mittwoch, 2 Mai 2012, 19h bei Impuls – Kiefholzstr. 20. Mit Johannes Heimrath und Benjamin Kafka

>> wir laden Dich ein, zu zweit zu diesem Abend zu kommen – gemeinsam mit einer Person anderen Alters! Wen wirst Du mitbringen? <<

An diesem Abend wird es um den Austausch zwischen den Generationen gehen, und um die Frage, wie wir als Gesellschaft “reifen” können. In der Natur sehen wir, dass jeder Organismus nach einer Phase expansiven Wachstums in eine Phase eintritt, in der Beziehungen und die Entwicklung von Verflechtungen – Komplexität – im Vordergrund stehen. Wie können wir uns – als Gesellschaft – von einer Fixierung auf Größenwachstum lösen, und uns stattdessen der Entwicklung von Beziehungen, Komplexität, etc. zuwenden?

Wir laden hierzu Menschen unterschiedlichen Alters ein – wir wollen “Youth and Elders” zusammenbringen und fragen, wie ältere Menschen junge Menschen ermutigen können, Ihren eigenen Weg zu gehen – und wie jüngere alte Menschen dabei unterstützen können, sich als “Elders” auf eine Art und Weise einzubringen, in der andere von ihrer Erfahrung und Weisheit profitieren können, ohne dass diese präskriptiv ist und jeden Raum für Neues besetzt.
Hängen „Jugend“ und „Weisheit“ an Jahren? Wie können wir in jedem Alter unsere jugendlichen und unsere “elder” Seiten leben und weiter entwickeln?

Johannes Heimrath, Herausgeber des Magazins „Oya“ (www.oya-online.de) und Mitgründer des Ökodorfes Klein Jasedow (www.zukunftswerk-kleinjasedow.de) und Benjamin Kafka werden kurz ihre Ideen zu einem Austausch zwischen den Generationen vorstellen – eine „Youth and Elders Alliance“ und das „Youth and Elders Project“ (www.youthandelders.org, bzw. siehe unten) vorstellen. Anschließend werden wir uns in einem an „worldcafé“ angelehnten Setting mit den Fragen beschäftigen wann wir jugendlich sind, wann wir „elder“ sind – und wie der Austausch zwischen den Generationen zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen kann.

Vom Wissen zum Handeln – vom Wissen zum Sinn

Was setzt uns in Bewegung und wie passiert Veränderung aus logotherapeutischer Sicht?

Mittwoch, 21. März 2012, bei Impuls, Kiefholzstr. 20, 12435 Berlin

Der Logotherapie und Existenzanalyse liegt ein Menschenbild zu Grunde, das wesentlichen Aufschluss über die Motivation von Menschen gibt, etwas zu tun oder nicht zu tun. Die Logotherapie gilt als die sog. Dritte Wiener Schule der Psychotherapie (neben der Psychoanalyse Freunds und der Individualpsychologie Adlers) und ist von Viktor E. Frankl (1905 – 1997) begründet worden. Ihre Grundlagen finden nicht nur in der Psychotherapie, sondern auch in der Beratung, Coaching und Mitarbeiter_innenführung Anwendung – überall dort also, wo es um Motivation und Veränderung geht. An dem Abend wird es darum gehen, die Möglichkeiten und Grenzen von Frankls Ansatz für Vorhaben angewandter Utopien zu erkunden.

Referentin: Betty Wilke, Dipl.-Umweltwiss., Coach

Literatur

Frankl, V. E. (1946-47/ 2008): …trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager. 29. Auflage, München.
Am Beispiel seiner eigenen Erlebnisse im Konzentrationslager legt Frankl in einfacher Sprache die Grundgedanken seiner Logotherapie und Existenzanalyse dar.)

Frankl, V. E. (1959): Grundriß der Existenzanalyse und Logotherapie. In: Fankl, V. E. (2002): Logotherapie und Existenzanalyse. Weinheim, Basel, S. 57-114.
(Grundlagentext zu Frankls Logotherapie und Existenzanalyse.)

Frankl, V. E. (1950): Homo patiens. In: Frankl, V. E. (2005): Der leidende Mensch. 3. Auflage, Bern, S. 161-241.
(Ausführliche Kritik Frankls an Reduktionismen, insbesondere Psychologismus, Soziologismus und Anthropozentrismus.)

Frankl, V. E. (1946/ 2005): Imago hominis. In: Ärtzliche Seelsorge. 11. Auflage, Bern, S. 51-57.
(Grundlagenaufsatz zum Menschenbild Frankls.)

Bieri, P. (2009). Das Handwerk der Freiheit. 9. Auflage, Frankfurt/ Main.
(Bieris Ausführungen haben keinen direkten Bezug zu Frankl, umfassen aber ausführlich alle grundlegenden Gedanken zum Thema Willensfreiheit. Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben und wendet sich explizit an Laien.)

Bieri, P. (2005): Unser Wille ist frei. In: Der Spiegel. 10.01.2005. (www.spiegel.de/spiegel/0,1518,336006,00.html _(19.02.2012).)
(Guter Artikel, um einen Überblick zum Thema Willensfreiheit zu erlangen.)

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>> am 8.11.14 in der Kiefholzstr. 20

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